Boomer-Soli
Boomer-Soli: Umverteilung oder verkleidete Enteignung?
⚠️ Der Plan: Rente kürzen, um Altersarmut zu lindern
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sorgt mit einem Vorschlag für Aufsehen:
„Gutsituierte“ Rentnerinnen und Rentner der Babyboomer-Generation sollen durch eine Sonderabgabe auf Alterseinkünfte zur Finanzierung niedriger Renten herangezogen werden.
Der sogenannte Boomer-Soli zielt auf eine Umverteilung innerhalb der Generation 65+.
🔹 Hintergrund: Die demografische Sprengfalle
Deutschland altert. Die geburtenstarken Jahrgänge 1955–1969 gehen in Rente.
Das umlagefinanzierte Rentensystem steht unter Druck:
- Immer weniger Beitragszahler finanzieren immer mehr Rentner.
- Die politischen Versprechen (Rentenstabilisierung, Schutz vor Altersarmut) sind teuer.
- Der „Altenquotient“ steigt laut Bundesamt bis 2035 von 0,33 auf 0,42.
🏛️ Die Argumentation des DIW: Gerechtigkeit durch Umverteilung
- Rentner mit hohen Alterseinkünften sollen einen Solidarbeitrag leisten.
- Die Abgabe erfolgt auf alle Alterseinkünfte (gesetzliche, betriebliche, private Renten, Pensionen, ggf. Kapitalerträge).
- Ziel: Budgetneutrale Umverteilung innerhalb der älteren Generation
- Die jüngeren Erwerbstätigen sollen entlastet werden.
🧢 Kritik: Enteignung durch die Hintertür?
Führende Ökonomen kritisieren:
- Der Boomer-Soli bricht mit dem Äquivalenzprinzip: Wer viel eingezahlt hat, bekommt weniger.
- Private Vorsorge wird diskreditiert, weil alle Alterseinkünfte betroffen sind.
- Rentner mit kleinen gesetzlichen Renten, aber hohen Pensionen oder Kapitalerträgen würden teils nicht erfasst – andere mit mäßiger Vorsorge umso mehr.
🌐 Der versteckte Systemwechsel
Was hier als „Solidarität“ verkauft wird, ist ein Einstieg in progressive Belastung nach Renteneintritt.
Die Konsequenz:
- Jeder Vorsorge-Euro wird relativ unsicherer.
- Vertrauen in staatliche Zusagen sinkt weiter.
- Ausweicheffekte: Kapitalflucht, private Parallelstrukturen, Wohnsitzverlagerung.
📊 Szenarienvergleich: Rentenkürzung vs. Sonderabgabe
Szenario | Belastung | Betroffen | Effekt auf Altersarmut |
---|---|---|---|
Rentenformel ändern | Hoch | Nur gesetzlich Versicherte | Mäßig |
Boomer-Soli (2a) | Mittel | Alle mit Alterseinkünften | Gut |
Boomer-Soli inkl. Kapitalerträge (2b) | Hoch | Obere 20% | Sehr gut |
💸 Was Vermögende jetzt wissen müssen
- Altersvorsorge und Kapitalerträge könnten nachträglich belastet werden.
- Der Boomer-Soli ist keine Einmalabgabe, sondern strukturelle Umverteilung.
- Wer Vermögen oder Wohnsitz verlagern will, sollte vor dem gesetzlichen Beschluss handeln.
🔫 Politisch geschickt, wirtschaftlich toxisch
Was als Rettung der Solidargemeinschaft verkauft wird, ist in Wahrheit ein Frontalangriff auf Vertrauen, Eigentum und Generationengerechtigkeit. Der Boomer-Soli könnte als Generalprobe für Vermögensabgaben enden.
Vorsorge ist kein Verbrechen. Und Vertrauen kein Freibrief für Enteignung.
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