Presse
Warum heute noch Offshore? NDR Interview 2016
2016 standen wir dem Norddeutscher Rundfunk Rede und Antwort.
Damals wie heute dieselbe Frage:
Hat Offshore überhaupt noch eine Zukunft – oder ist das Kapitel längst geschlossen?
Die Welt hat sich verändert. Automatischer Informationsaustausch. OECD-Standards. Transparenzregister. Banken mit „Know Your Customer“-Formularen in dreifacher Ausfertigung. Wer heute glaubt, mit einer Briefkastengesellschaft auf den Seychellen ungesehen durchzukommen, hat das Jahr 2026 nicht verstanden.
Und genau deshalb lautet die ehrliche Frage nicht mehr:
„Wie verstecke ich etwas?“
Sondern: „Wie strukturiere ich Vermögen international rechtssicher, strategisch und zukunftsfest?“
Offshore ist kein Tarnumhang.
Offshore ist ein Werkzeug.
Ein Messer kann Brot schneiden – oder Schaden anrichten. Entscheidend ist nicht das Instrument, sondern der Anwender. Wer von Deutschland aus „offshore“ steuert und meint, damit deutsche Steuerpflicht zu vermeiden, befindet sich auf dem direkten Weg in die Realität des deutschen Steuerrechts. Das war 2016 so – und das gilt heute erst recht.
Zukunft2.com steht für eine andere Perspektive.
Wir sprechen nicht mit Menschen, die „keine Buchführungspflicht“ suchen.
Wir sprechen mit Unternehmern, Investoren und digitalen Nomaden, die verstehen, dass internationale Strukturen nur dann funktionieren, wenn:
- der steuerliche Wohnsitz sauber geklärt ist
- die geschäftliche Oberleitung dort sitzt, wo sie rechtlich hingehört
- Substanz vorhanden ist
- Banken Vertrauen haben
- und Ethik keine Nebensache ist
Die Nachfrage nach internationalen Lösungen ist nicht verschwunden. Sie ist gewachsen.
Aber sie ist anspruchsvoller geworden.
Transparenz ist heute Standard. Kontrolle nimmt zu. Jurisdiktionen verändern sich. Selbst vermeintlich „standhafte“ Orte geraten unter internationalen Druck.
Offshore 2026 bedeutet nicht Geheimhaltung.
Es bedeutet:
- Haftungsbegrenzung bei Projektgesellschaften
- internationale Holding-Strukturen
- Standortdiversifikation
- Vermögensschutz in politisch unsicheren Zeiten
- strategische Auswanderung mit echter Substanz
Und vor allem: Verantwortung.
Wir lehnen Mandate ab.
Wir prüfen Geschäftsmodelle.
Wir kennen unsere Kunden.
Denn die falschen Mandanten bringen nicht nur Geld – sondern vor allem Ärger.
Die eigentliche Frage lautet also nicht:
„Warum heute noch Offshore?“
Sondern:
„Warum sollten Sie Ihr Vermögen nur in einer Jurisdiktion denken, wenn die Welt größer ist?“
Zukunft2 –
Bevor andere über Ihr Vermögen entscheiden.
Zukunft2.com
NDR Interview 2026 Mitschnitt – ungekürzt
Warum heute noch Offshore?
[OT 1 Malta] Die OECD hat ja nun sehr viel unternommen, um Rechtshilfeabkommen und die amtlichen Abgleichmöglichkeiten voranzubringen. Heutzutage gibt es Modelle, die auch noch zum Steuersparen geeignet sind. Ich nehme zum Beispiel die Mutter-Tochter-Gestaltung über eine deutsche GmbH und eine maltesische Limited. Es wird beispielweise in Malta 35 Prozent an Steuern auf den Gewinn gezahlt. Nach zwei Wochen werden 30 Prozent zurückgezahlt. Und dann ist es so, dass das Unternehmen fünf Prozent Steuern unterm Strich hat.
Offshore anrüchig?
[OT 2 Messer] Bei einer Offshoregesellschaft ist es wie bei einem Messer. Man hat die Möglichkeit, sich ein Brot damit zu schmieren oder man es jemandem in den Rücken stecken. [OT 3 Holzweg] Die Strafbarkeit entsteht dann aus deutscher Sicht, wenn man Dinge außer Acht lässt wie die Abgabenordnung und sich dann keine Gedanken macht über den Sitz der geschäftlichen Oberleitung. Also wenn man von Deutschland aus diese Geschäfte steuert und meint, dann auf den Seychellen keine Steuern zahlen zu müssen, dann ist man auf dem Holzweg. Das wird einem das deutsche Finanzamt dann auch sehr schnell erklären. [OT 4 Deutschland verlassen] Eine Offshorestruktur kann man im Grunde nur nutzen, wenn man Deutschland verlässt. Ansonsten ist man in Deutschland als deutscher Bürger dann hier auch steuerpflichtig. Und da gibt es auch keine Gestaltung daran vorbei.
Beratung notwendig bei der Einrichtung von Briefkastenfirmen?
[OT 5 Briefkastenfirmen] Es ist so, dass jede Form von Briefkastengesellschaften oder ähnlichem heutzutage sehr, sehr schnell auf dem Schirm des Fiskus stehen und von daher auch keine lange Überlebensdauer haben und in jedem Falle strafbar sind.
Wer kam früher, wer kommt heute?
[OT 6 Auswandern] Die vor zehn Jahren kamen, das zumeist Menschen, die Deutschland den Rücken gekehrt hatten und eine Jurisdiktion suchten, in der sie dann eine Firma gründen konnten, um dort über ein Konto dann einzunehmen. [OT 7 Heutzutage]Heutzutage sind es hauptsächlich Digital Natives, die durch die Welt ziehen und sich im Grunde im Internet beheimatet fühlen und Offshoregesellschaften gründen. Oder es werden Offshoregesellschaften gegründet für einmalige Projekte. Als Projektgesellschaften. Um Haftung und dergleichen auszuschließen.
Motivation?
[OT 8 Motivation] Es gibt Jurisdiktionen, die keine Steuer verlangen. Keine Buchführungspflicht, keine Belegaufbewahrungspflicht. Es gibt im Grunde keinerlei Pflichten. Man hat eine Firma, man hat ein Konto, man arbeitet. Und ansonsten genießt man sein Leben. Das ist dann auch die Vorstellung derer, die so etwas suchen.
2018 automatischer Datenabgleich mit Panama
[OT 9 Panama] Das würde für Panama bedeuten, dass ein Teil ihrer Kundschaft wegbricht. Es ist ja so, dass nicht nur ehrbare Menschen Offshoregesellschaften gründen. Das gilt grundsätzlich ja mal für alle Firmen, denke ich mal. Aber für Offshoregesellschaften im Besonderen.
Wie wichtig ist die Geheimhaltung?
Die Geheimhaltung, die Anonymität hängt eben davon ab, was man tut. [OT 10 Kaufleute] Wenn sich beispielsweise Kaufleute zusammentun, von denen nicht bekannt werden soll, dass sie sich zusammentun, und dann ein gemeinsames, durchaus legales Projekt realisieren, ist eine Offshoregesellschaft ein gutes Vehikel, um dieses zu tun.
Zukunft von Offshore?
[OT 11 Zukunft]. Ich sehe es so, dass Offshore eine Zukunft haben wird, weil die Nachfrage da ist. Auf der anderen Seite ist es so, dass die Kontrolle größer und größer wird.
[OT 12 Cook Islands] Die Standhaftesten sind derzeit die Cook Islands. Was das Bankkundengeheimnis anbelangt. Und die Truststrukturen, die man dort einrichten kann, sind die Undurchschaubarsten. Aber es ist eben auch eine Frage der Zeit, bis dort die Mauern auch bröckeln werden.
Faktor Vertrauen wichtig?
[OT 13 Vertrauen] Der Faktor Vertrauen ist immens. Man sollte wissen, in welcher Jurisdiktion man tätig ist, und dann auch wissen, wie vertrauenswürdig die Banken sind.
Wie genau Kunden kennen?
[OT 14 Kunden kennen] Ich als Berater, ich, Wolfram Weber, muss natürlich sichergehen, dass ich den Kunden kenne. Know your customer ist das erste, was wir berücksichtigen müssen. Das heißt: Wir müssen das Geschäftsmodell verstehen. Wir müssen den Kunden identifizieren. Im besten Falle hat er noch eine Fürsprache durch jemanden anderen. Und dann wird das wirtschaftliche Vorhaben geprüft auf Legalität und dann auch nach ethischen Gesichtspunkten.
[OT 15 Ethische Grenze] Ethische Grenze wäre für mich der Bereich Waffen, Pornographie. Also alles, was dem Anstand eines Hanseaten zuwiderläuft.
Schon Kunden abgelehnt?
[OT 16 Abgelehnt] Ja, diesen konkreten Fall hatten wir schon. Und ich bereue diese Entscheidung auch nicht. Weil es ist eben meist auch der Typus Kunde, der Geld ins Haus bringt, sondern auch sehr viel Ärger.
Hier ist ein seriöser, vertrauensbildender Disclaimer im Stil Ihrer Zielgruppe (Unternehmer, Entscheider, Vermögensschutz-orientiert):
Hinweis zum Interview (Stand 2016)
Das vorstehende Interview wurde im Jahr 2016 im Rahmen einer Berichterstattung des Norddeutscher Rundfunk geführt und veröffentlicht.
Bitte beachten Sie, dass sich seitdem internationale steuerliche Rahmenbedingungen, OECD-Standards, Meldepflichten (z. B. automatischer Informationsaustausch), Compliance-Vorgaben sowie nationale Gesetzgebungen erheblich weiterentwickelt haben.
Einzelne im Interview dargestellte Modelle, Einschätzungen oder Handlungsspielräume können aus heutiger Sicht regulatorisch angepasst, eingeschränkt oder überholt sein.
Internationale Strukturierungen unterliegen einem dynamischen rechtlichen Umfeld. Entscheidungen sollten daher niemals auf historischen Aussagen oder Medienbeiträgen basieren.
Selbstverständlich beraten wir unsere Mandanten ausschließlich auf Grundlage der aktuell geltenden gesetzlichen Bestimmungen, unter Berücksichtigung neuester regulatorischer Entwicklungen sowie individueller steuerlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Maßgeblich ist stets die individuelle Prüfung des konkreten Sachverhalts.

