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Ist Georgien ein Niedrigsteuerland?

12. Juli 2025 / Zukunft2

Ja, Georgien gilt als Niedrigsteuerland, insbesondere im Vergleich zu westeuropäischen Staaten wie Deutschland, Österreich oder Frankreich – aber es ist kein klassisches Steuerparadies. Hier ein Überblick:

1. Einkommenssteuer: nur 20 % pauschal

Einkommen natürlicher Personen wird mit 20 % pauschal besteuert – ohne Progression.

2. Körperschaftsteuer: 0 % bei Reinvestition

Georgien hat ein sogenanntes Estnisches Modell:

  • 0 % Körperschaftsteuer, solange Gewinne im Unternehmen bleiben
  • Erst bei Ausschüttung: 15 % Steuer auf Dividenden

3. Quellensteuer auf Dividenden: 5 %

Für Dividenden an ausländische Gesellschafter fällt in der Regel nur 5 % Quellensteuer an.

4. Keine Kapitalertragssteuer für Nicht-Residenten

Wenn du nicht steuerlich in Georgien ansässig bist, musst du auf Kapitalerträge (z. B. Zinsen, Aktiengewinne) in Georgien keine Steuern zahlen.

5. Keine Erbschafts- oder Vermögenssteuer

Georgien kennt keine Vermögenssteuer, Schenkungssteuer oder Erbschaftsteuer (außer bei sehr fernen Verwandten oder Fremden – dann gering).

Ist Georgien ein Niedrigsteuerland?

Ist Georgien ein Niedrigsteuerland?

6. Niedrige Umsatzsteuer (MwSt.): 18 %

Standard-Mehrwertsteuersatz liegt bei 18 %, Ausnahmen für bestimmte Branchen.

7. Steuerfreiheit für „Individual Entrepreneurs“ (IE) bis 500.000 GEL

Mit dem Kleinunternehmerstatus („Small Business Status“) zahlen Selbstständige nur 1 % auf ihren Umsatz (bis ca. 165.000 €/Jahr).
– ab 2025 sogar 0 % bei weniger als 30.000 GEL Umsatz.

Georgien ist steuerlich attraktiv, transparent und legal – besonders für:

  • Digitale Nomaden
  • Selbstständige
  • Holdingstrukturen
  • Kapitalanleger
  • Unternehmer, die Gewinne im Unternehmen belassen

Es ist kein klassisches Offshore-Paradies, aber strategisch äußerst interessant für legale Steuergestaltung.

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