Ist Georgien ein Niedrigsteuerland?
Ja, Georgien gilt als Niedrigsteuerland, insbesondere im Vergleich zu westeuropäischen Staaten wie Deutschland, Österreich oder Frankreich – aber es ist kein klassisches Steuerparadies. Hier ein Überblick:
✅ 1. Einkommenssteuer: nur 20 % pauschal
Einkommen natürlicher Personen wird mit 20 % pauschal besteuert – ohne Progression.
✅ 2. Körperschaftsteuer: 0 % bei Reinvestition
Georgien hat ein sogenanntes Estnisches Modell:
- 0 % Körperschaftsteuer, solange Gewinne im Unternehmen bleiben
- Erst bei Ausschüttung: 15 % Steuer auf Dividenden
✅ 3. Quellensteuer auf Dividenden: 5 %
Für Dividenden an ausländische Gesellschafter fällt in der Regel nur 5 % Quellensteuer an.
✅ 4. Keine Kapitalertragssteuer für Nicht-Residenten
Wenn du nicht steuerlich in Georgien ansässig bist, musst du auf Kapitalerträge (z. B. Zinsen, Aktiengewinne) in Georgien keine Steuern zahlen.
✅ 5. Keine Erbschafts- oder Vermögenssteuer
Georgien kennt keine Vermögenssteuer, Schenkungssteuer oder Erbschaftsteuer (außer bei sehr fernen Verwandten oder Fremden – dann gering).
✅ 6. Niedrige Umsatzsteuer (MwSt.): 18 %
Standard-Mehrwertsteuersatz liegt bei 18 %, Ausnahmen für bestimmte Branchen.
✅ 7. Steuerfreiheit für „Individual Entrepreneurs“ (IE) bis 500.000 GEL
Mit dem Kleinunternehmerstatus („Small Business Status“) zahlen Selbstständige nur 1 % auf ihren Umsatz (bis ca. 165.000 €/Jahr).
– ab 2025 sogar 0 % bei weniger als 30.000 GEL Umsatz.
Georgien ist steuerlich attraktiv, transparent und legal – besonders für:
- Digitale Nomaden
- Selbstständige
- Holdingstrukturen
- Kapitalanleger
- Unternehmer, die Gewinne im Unternehmen belassen
Es ist kein klassisches Offshore-Paradies, aber strategisch äußerst interessant für legale Steuergestaltung.
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